Auf halbem Weg zwischen der Hauptstadt Salt Lake City und dem Canyon Country im Südosten Utahs gelegen, ist Price ein willkommener Ort, um auf der Durchreise eine Pause einzulegen. Wer in die vorzeitliche Geschichte der Region im Herzen des Staates eindringen will, sollte die Stadt und ihre Umgebung dann aber noch etwas genauer unter die Lupe nehmen. Die Gegend ist als Utahs Dinosaurier-Land bekannt.

Price ist nicht umsonst eine bedeutende Station auf dem Dinosaur Diamond Prehistoric Highway, einer Tourismusstraße von nationaler Bedeutung. Die Kreisstadt beherbergt das Prähistorische Museum der staatlichen Universität. Natürlich widmet die Sammlung des Hauses einen Schwerpunkt der Paläontologie. Dabei stammt so mancher Fund von dem Cleveland-Lloyd Quarry einige Meilen südlich von Price.

Der Steinbruch gilt als einer der Orte mit der höchsten Konzentration von Saurierfossilien weltweit. Er wurde aufgrund seiner herausragenden Bedeutung als Nationalmonument unter Schutz gestellt. Das Jurassic National Monument ist eine der Attraktionen am Dinosaur Diamond Prehistoric Highway. Für das abgelegene Monument ist Price als nächstgelegene Stadt der ideale Startpunkt.

Gleiches gilt, wenn man den landschaftlich einmaligen nördlichen Bereich der San Rafael Swell erkunden möchte, was sich sehr gut mit dem Jurassic National Monument verbinden lässt. Vom Wedge Overlook erlebt man ein grandioses Panorama über eine Schluchtenlandschaft, die einen auf Anhieb an den Grand Canyon denken lässt. Kein Wunder, dass man der Gegend den Namen Utah’s Little Grand Canyon verlieh. Im Gegensatz zum Original in Arizona lässt sich die schroff geformte Schlucht des Buckhorn Wash sogar mit dem Auto durchqueren. Zwar auf einer unbefestigten Straße, aber so gelangt man doch recht komfortabel zum Buckhorn Wash Pictograph Panel, einer der größten Felsenmalereien der Region. All das ist nur etwa eine Stunde von Price entfernt.

Ein ungleich spektakuläreres Vorkommen prähistorischer Abbildungen findet man ebenfalls nur einen buchstäblichen Steinwurf von Price im Nine Mile Canyon. Dieses rund 40 Meilen (46 Kilometer) lange Tal in den Book Cliffs nordöstlich der Stadt beherbergt eine einzigartige Vielzahl von Petroglyphen und Malereien der Fremont- und Ute-Kulturen. Kilometer um Kilometer stößt man auf diese Kunstwerke, was dem Canyon den Beinamen als längste Kunstgalerie der Welt (World’s Longest Art Gallery) einbrachte. Highlights sind unter anderem der Daddy Canyon Trail sowie The Great Hunt mit zahllosen Abbildungen auf engem Raum. Wir sich für Rock Art interessiert, kommt an einem Ausflug in den Nine Mile Canyon nicht vorbei.

Price ist heute übrigens die Kreisstadt des Carbon County. Die gut 8.000 Einwohner zählende Stadt wurde 1877 gegründet und wuchs nach der Erschließung von Kohlevorkommen rasch an. Benannt wurde die Stadt nach dem Price River, einem Nebenfluss des Green River.

Fun Fact: Obwohl Price die bedeutendste Stadt weit und breit ist, halten die Amtrak-Fernzüge zwischen Chicago und dem kalifornischen Emeryville nicht hier, sondern in dem einige Meilen nördlich liegenden Helper. Dies ist der historischen Bedeutung der Kleinstadt als Eisenbahnstation geschuldet.

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